Samstag, 4. Februar 2017

"Alles wird digital? Vielleicht auch nicht"


"Wir sind froh, dass unser Produkt nicht komplett digitalisierbar ist"



Engel fliegen in Spiralen.  Nur der Teufel fliegt geradeaus. 
H. von Bingen*



"Wenn man Leuten von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht, ist es viel schwieriger, unlautere ...



#Denksteine



http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-1121623.html





* (2) Mathematik des Lebens



Verschlingt uns das Digitale? | Medizinisches Coaching



"...Die analoge Wirklichkeit verkommt zur Schwundform, zur Schlacke ihrerselbst. Burkhardt, Höfer 2015


"Bald seien, so fürchten Burkhardt und Höfer, alle Gedanken und jede Kommunikation endlos kopiert und damit entwertet. Der Prozess des Kopierens auf einem Zeitstrahl führe, bei was auch immer, zu einer zunächst linearen und dann exponentiellen Vermehrung immer gleicher Erscheinungen. Es beginne noch langsam, bis dann alles „mit dem Gleichen“ überflutet sei: ...


Burkhardts und Höfers Analyse der drohenden digitalen Apokalypse hat (mindestens) vier kleine Lücken. Vielleicht müssen wir deshalb doch nicht alle Hoffnung fahren lassen:

(1) Die Verkörperung der Informationsverarbeitung

...


"Die Bedrohung durch die „digitale Weltformel“ (X = Xn)  ist zwar real, aber nicht alternativlos. Denn immer wieder entsteht, um uns und in uns, faszinierend Einzigartiges, das in der Einmaligkeit seines Werdens nicht kopiert werden kann: ...

~ * http://www.medizinisches-coaching.net/x_gleich_xn.html





Zehn unbequeme Thesen zur Digitalisierung

http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/das-handwerk-lernt-nicht-schnell-genug/150/3101/341443




"Kein Unternehmen hat in Wirklichkeit das Ziel, die Potenziale eines Menschen zu entfalten. Es kann immer nur um die Entfaltung und Entwicklung der Kompetenzen gehen, die gerade in das Profil des Unternehmens passen. Vieles davon bringt Menschen auch persönlich weiter die Person im Beruf ist nicht von der Privatperson zu trennen. Aber das Ziel ist nicht die Persönlichkeit des Arbeitnehmers, sondern seine Funktion im Unternehmen. Ein Unterschied, den Menschen intuitiv erkennen.


http://www.w-und-b.com/meinung/dichtung-und-wahrheit.php





Autohaus – Servicewüste voller Kaffeestürme

http://www.streuverluste.de/service-autohaus-servicewueste-kaffeestuerme/



"Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse schreitet auch in der Beschaffungs- und Finanzwelt stetig voran

https://www.bme.de/beschaffen-und-bezahlen-im-digitalen-zeitalter-1796/



"Wir sind froh, dass unser Produkt nicht komplett digitalisierbar ist", sagt Georg Huf. Bei der Firmengruppe sind 503 Mitarbeiter beschäftigt, davon 53 Auszubildende.

https://www.huf-haus.com/de/alle-newsartikel/newsartikel/article/100-jahre-huf-haus-vom-saegewerk-zum-weltweiten-marktfuehrer.html


„Kundenvertrauen lässt sich von Fintechs nicht digitalisieren“

https://www.private-banking-magazin.de/vuv-vorsitzender-andreas-gruenewald-kundenvertrauen-laesst-sich-von-fintechs-nicht-digitalisieren-1445346588/






Spiegelneuronen: im Kundenkontakt überaus wichtig


"Wenn man Leuten von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht, ist es viel schwieriger, unlautere ...

Schon ein einziger Hardliner in der Geschäftsleitung kann die Kultur eines ganzen Unternehmens vergiften. Und meist dauert es auch nur wenige Tage, dann behandeln die Mitarbeiter ihre Kunden genauso, wie sie selbst von ihren Chefs behandelt werden.

Die meisten Probleme im Umgang mit Kunden haben ihren Ursprung drinnen in den Unternehmen. Das heißt: Servicemiseren entstehen durch Führungsmiseren. Wo ...

http://www.marketing-boerse.de/Fachartikel/details/1705-Spiegelneuronen-im-Kundenkontakt-ueberaus-wichtig/136949





„Allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Machen“




Anlässlich des Symposiums „Kunsthandwerk im Digitalen Zeitalter“ hat sich die Hamburger Kulturjournalistin  Isabelle Hofmann  über das Handwerk unter anderem folgende Gedanken gemacht:

“ Lange herrschte der Irrglaube, dass Handwerk keine geistige Tätigkeit sei. Eigentlich, seit Aristoteles in seiner „Metaphysik“, die Handwerker von den Künstlern unterschied und zu Handarbeitern ‚deklassierte’. Heute weiß man, dass das Unsinn ist. Kleist hat mal einen wunderbaren Aufsatz über die „Allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ geschrieben. Adäquat dazu gibt es auch eine „Allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Machen“. Dank der Hirnforschung wissen wir mittlerweile, dass Kopf und Hand untrennbar miteinander verbunden sind und dass unsere kognitiven Fähigkeiten durch ständiges Wiederholen wachsen. Bleibt auf Dauer das Üben von Handarbeit aus, hat das auch auf unser Gehirn massiv-negative Folgen. Und das ist im digitalen Zeitalter ein Problem, das immer mehr Wissenschaftler beschäftigt. Die Arbeit am Bildschirm, die Konstruktion von Dingen am Computer führt dazu, dass wir sie nicht mehr begreifen, dass eine Sinnlichkeit mit der Zeit verloren geht, die wahrscheinlich stärkere Auswirkungen auf unsere Kultur haben, als wir uns im Moment vorstellen können.“  


http://christineax.de/?page_id=71




"Die Jugendlichen entwickeln ein sehr unrealistisches Ich-Ideal, weil es ihnen an Erfahrungen fehlt. Es speist sich vor allem aus Tagträumen und fiktionalen Glücksvorstellungen. Überall schweben ihnen Medienbilder vor Augen, die zum Nachahmen auffordern. In meiner Beratungspraxis erlebe ich oft, wie verzweifelt sie versuchen, diesen Idealen gerecht zu werden.

Wie tun sie das?

Die Jungs weichen vor allem ins Internet aus; dort können sie sich unangefochten als Fabelhelden durch virtuelle Rollenspielwelten bewegen. Auch das Internet ist ja voller Glücksversprechen, die mit dem Leben draußen wenig zu tun haben. Mädchen inszenieren eher ihre reale Erscheinung, so in etwa nach dem Vorbild von "Germany's Next Topmodel". Bei mir in der Praxis erscheinen schon Zehnjährige so gestylt, als kämen sie auf eine Bühne. Die fühlen sich verpflichtet, perfekt zu sein. Das ist aber gar nicht einzulösen. Es ist gleichwohl der Anspruch, den unsere zunehmend rivalisierende und egozentrische Kultur ihnen vermittelt.

"Sehen Sie Möglichkeiten gegenzusteuern?

Was könnte die Schule tun?

Sie könnte die Tatsache anerkennen, dass ihre Schüler Körperwesen sind, sie könnte ihnen Hand- und Körpererfahrungen ermöglichen - das wäre die wirksamste Gegenkraft gegen die bis in die Tiefenschichten des Ich hineindringenden Medienbilder.

 Wie soll das in der Praxis funktionieren?

Wenn Sie eine Magersüchtige auf ein Pferd setzen, bekommt die plötzlich ein Körpergefühl. Ich weiß von einer Schule, die Bildhauer engagiert hat; da können die Kinder sich dann mit Hand und Begabung an der materiellen Realität abarbeiten. Sie bekommen dabei nicht nur ein stärkeres Gefühl für sich selbst, sie schaffen auch etwas, sie haben etwas vorzuzeigen. Die meisten 18-Jährigen dagegen haben kaum etwas gelernt außer ein bisschen Englisch und Aufsätzeschreiben, und selbst das nur für Noten. Sie wissen nicht, was Produktstolz ist, wie gut es tut, wenn man sagen kann: Das bin ich, das habe ich hervorgebracht.

http://m.spiegel.de/lebenundlernen/schule/a-688825.html






Elisabeth Wehling lehrt und forscht an der University of California in Berkeley. Mit ihrem Buch „Politisches Framing“ hat die Linguistin aufgezeigt, wie Sprache die Politik bestimmt.

Können Sie auch einen politischen Gegner seiner falschen Begrifflichkeiten entkleiden? Ist das auch ein Ziel Ihrer Arbeit?

Primär geht es mir darum, zu zeigen, wie vermeintlich wertfreie Begriffe unser Denken vereinheitlichen. Beispiel: „Steuerlast“ definiert Steuern als Schaden am Menschen. Wer mehr Steuern fordert, hat aber eine andere Sicht auf die Sache. Keine Partei behauptet von sich, Menschen schaden zu wollen, im Gegenteil. Aber die sprachliche Einheitsschiene – Steuerlast, Steuerbürde, Steuererleichterung – baut die ideologische Vielfalt zum Thema ab. Das betrifft in Deutschland viele Debatten.

http://www.tagesspiegel.de/medien/sprachforscherin-elisabeth-wehling-wir-gehen-trump-immer-noch-auf-den-leim/19345710.html




„GASLIGHTING“
Wie bewusste Manipulation der Realität Menschen krank macht


https://www.welt.de/wissenschaft/article161777142/Wie-bewusste-Manipulation-der-Realitaet-Menschen-krank-macht.html






"Die Soziale Marktwirtschaft setzt völlig zu Recht auf Leistung, Wettbewerb und Eigenverantwortung. Wer bestehen will, muss sich anstrengen. Und wer sich anstrengt, soll mehr haben als der, der sich nicht anstrengt.


https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161789546/Wie-man-den-Geist-Ludwig-Erhards-am-Leben-erhaelt.html


vs.



ZEIT: Was stört Sie an "Geringverdiener"?

Wehling: Sich etwas "zu verdienen" bedeutet, dass man für eine Handlung angemessen entlohnt wird. Bei vielen Menschen hängt die Höhe des Einkommens aber von Bedingungen ab, die sie kaum beeinflussen können. Eine Kindergärtnerin bekommt viel weniger Gehalt als ein Manager. "Verdient" sie wirklich weniger? Wenn Sie dann noch "gering" hinzufügen, qualifizieren Sie diese Frau auch moralisch ab. Sie blenden aus, warum sie so wenig Geld bekommt. Es könnte ja einfach daran liegen, dass sie bei einem "Geringentlohner" arbeitet.

ZEIT: Damit würden Sie über den Arbeitgeber reden und diesen abqualifizieren.

Wehling: Meine Sprache würde eine andere Sicht auf die Welt dokumentieren. Der Blickwinkel spielt in der politischen Sprache eine wichtige Rolle. Man sieht das zum Beispiel an den Begriffen Mindestlohn und Lohnuntergrenze. Der Mindestlohn wurde von Sozialdemokraten in die politische Debatte eingebracht: Er beschreibt die Perspektive desjenigen, der den Lohn erhält. Wenn man das Mindeste will, dann will man mehr, will nach oben. Die CDU erfand dann die "Lohnuntergrenze". Ein Wort, das scheinbar das Gleiche beschrieb, aber einen ganz anderen Blickwinkel hatte: die Perspektive desjenigen, der Lohn zahlt – und der so weit wie möglich nach unten will. Alles, was nicht unterhalb der Grenze liegt, ist dann in Ordnung.

http://www.zeit.de/2016/10/sprache-manipulation-elisabeth-wehling/seite-2






Wenn Sie einen Marketing-Automaten brauchen:
Dann sind Sie hier ...
http://simples-marketing.blogspot.com/2012/02/wenn-sie-einen-marketing-automaten.html

 

 

 






Kommentare:

simples :: marketing hat gesagt…

Automatisierung: Wer leistet sich den Menschen?

Pflegepersonal, Ärzte und Anwälte aus Fleisch und Blut könnten bald Luxusdienstleister sein. Das digitale Prekariat hingegen müsste sich dann mit Robotern begnügen.


http://www.zeit.de/kultur/2017-02/automatisierung-pflege-roboter-prekariat-soziale-spaltung/komplettansicht


"Automationsangst als globaler Effekt

Automatisierung für die Armen

Wer virtuell bespaßt wird, geht nicht auf die Straße


"Das Silicon Valley erzeugt die Traumwelt und schafft die Illusion von sozialer Gerechtigkeit, die realiter gar nicht existiert. Vielleicht könnte es irgendwann tatsächlich ein Privileg der Reichen sein, den Psychologen oder Arzt aus Fleisch und Blut zu konsultieren. Die Automatisierung nimmt uns möglicherweise nicht nur Arbeitsplätze weg, sondern auch den Menschen. 


"Der Privatpatient wird von einem Menschen gepflegt, der Kassenpatient von einem Roboter. Und während die digital Abgehängten ihren Urlaub am Virtual-Reality-Strand verbringen, sonnt sich die Oberklasse am analogen Strand. 

http://www.zeit.de/kultur/2017-02/automatisierung-pflege-roboter-prekariat-soziale-spaltung/komplettansicht

simples :: marketing hat gesagt…

Wenn Bildung verkommt, zu/r:

"Anpassungs"fortbildung



"Bei näherer Analyse falle auf, dass Wirtschaftsverbände und politische Entscheidungsebenen vor allem kontinuierliche berufliche #Anpassung und Flexibilität im Auge haben, wenn Weiterbildung als individueller Mehrwert behauptet werde. Die aufgehübschten Statements machten aus dem Thema zuweilen deutlich mehr, als in der berufspraktischen Wirklichkeit festgestellt werden könne. Mit der entsprechenden Management- und Optimierungsrhetorik versehen werde das Berufsleben oft einseitig "als eine Art Fitnessprogramm" diskutiert.[15]


~ Lebenslanges Lernen und Wissensgesellschaft
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Erwachsenen-_und_Weiterbildung

vs.

Kooperativ-autonomes Lernen

Formen des Entdeckenden Lernens



"Eine andere Form des entdeckenden Lernens meint die Entdeckung der Welt durch die Lernenden selbst. Die Aufgaben suchen sich die Lernenden selbst, um Antworten zu Probleme ihrer (Er-)Lebenswelt allein oder gemeinsam mit anderen Lernenden zu finden. Vorteil dieser Form ist, dass die eigenständig erarbeiteten Erfahrungen in konkretem Bezug zu ebendieser Lebenswelt der Lernenden stehen. Die Stärkung des Selbstbewusstseins erfolgt nicht nur aus der gelungenen Problemlösung heraus, sondern aus der konkreten Bewältigung von eigenen Alltagsfragen und -problemen.

"Entdeckendes Lernen fängt mit der Beobachtung eines Objektes oder Phänomens an.

Bei der ersten Form des entdeckenden Lernens werden die Lernenden dazu geführt, ihre Beobachtungen aufzuschreiben und sich selbst über diese Phänomene Fragen zu stellen. Es ist dabei wichtig, dass sie die Möglichkeit bekommen, diese Fragestellungen frei zu entwerfen und zu beantworten. Um diese Fragen zu beantworten, können die Schüler neue Versuche ausprobieren, Literaturrecherche betreiben und/oder in diesem Gebiet berufstätige Personen oder Lehrer befragen.

~ Formen des Entdeckenden Lernens
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Entdeckendes_Lernen

~ Kooperativ-autonomes Lernen
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Erwachsenen-_und_Weiterbildung